Fischereimuseum Zug

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Das Egli oder der Flussbarsch (Perca fluviatilis)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Ordnung: Barschartige (Perciformes)
  • Familie: Echte Barsche (Percoidei)
  • Gattung: Perca
  • Art: Flussbarsch/Egli
  • Länge: 20 bis 30 cm (selten 50 cm)
  • Gewicht: 1 kg (selten bis 3 kg)
  • Alter: bis 20 Jahre
  • Laichzeit: März bis Juni
  • Der Flussbarsch, in der Schweiz auch Egli genannt, kommt in ganz Europa vor. Er lebt im ruhigen, vegetationsreichen Wasser von Seen und langsamen Fliessgewässern. Typisch für die barschartigen Fische und somit auch für das Egli sind seine geteilte Rückenflosse und die rötliche Färbung von Brust- und Bauchflossen. Die Rückenflossen wie auch die Afterflosse sind mit spitzen Stachelstrahlen ausgestattet. Der Körper weist ein schwaches, senkrechtes Streifenmuster auf. In Seen überwintern die Flussbarsche einzeln in grosser Tiefe. Die Egli laichen im April und Mai  in der Uferzone. Der Laich mit tausenden von Eiern in Form von Laichbändern wird vom Rogner  (Weibchen) an Wasserpflanzen und Wurzeln abgestreift. Da diese Vegetation am Zugersee weitgehend fehlt und der Laich nicht in der Brutanlage aufgezogen werden kann, werden für das Egli jährlich kleine Tannen mit Steinen beschwert als Ablaichstrukturen im See versenkt. Nach dem Schlüpfen steigen die Larven an die Oberfläche, füllen ihre Schwimmblase mit Luft und werden ins offene Seewasser hinausgetrieben. Die Jährlinge kehren in die Uferzone zurück und leben dort in Schwärmen. In nährstoffreichen Seen kann sich das Egli weiter von Plankton und Benthos ernähren. Ansonsten entwickelt es sich zum Raubfisch, der sich auch von der eigenen Art ernährt. Das Egli ist von Freizeit- und Berufsfischern ¬gleichermassen begehrt.