Fischereimuseum Zug

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Bachneunauge (Lampetra planeri)

 

 

 

 

  • Klasse: Rundmäuler (Cyclostomata)
  • Ordnung: Neunaugenartige (Petromyzontiformes)
  • Familie: Neunaugen (Petromyzontidae)
  • Gattung: Lampetra
  • Art: Bachneunauge
  • Grösse: bis 12 bis 16 cm
  • Laichzeit: April bis Juni
  • Das Bachneunauge besiedelt klare Bäche und Flüsse in der Forellen- und Äschenregion. Es ähnelt vom Aussehen her dem Aal, ist aber weder mit diesem noch mit den übrigen Fischen verwandt. Es gehört zu der altertümlichen Tiergruppe der Rundmäuler, welche keinen Unterkiefer ausbilden. Der Name stammt von der Nasengrube, dem Auge und den sieben Kiemenöffnungen, die wie neun Augen nebeneinander stehen. Die adulten Tiere sind vor allem für die Fortpflanzung ausgerüstet, ihr Verdauungssystem funktioniert nicht mehr und macht eine Nahrungsaufnahme überflüssig. Die Bachneunaugen laichen zwischen April und Juni in Gruppen von bis zu zwölf Tieren bachaufwärts in Laichgruben. Die Elterntiere sterben nach der Eiablage. Die Larven schlüpfen nach einigen Tagen und graben sich dann in ruhigeren Bachbereichen ein. Das Bachneunauge verbleibt vier bis sieben Jahre im Larvenstaium (Querder).  Am besten gefällt es den Bachneunaugen in naturbelassenen, unregulierten Fliessgewässern. Sie kommen nur nördlich der Pyrenäen und der Alpen in Mittel- und Nordeuropa vor. Die Bachneunaugen sind aber in den letzten Jahrzehnten durch Gewässerverbauungen und –Verschmutzungen seltener geworden.